Ich bin aus jenem Holze geschnitzt - Reinhard Mey Konzert-Abend mit Klemens Kopka.
Ich bin aus jenem Holze geschnitzt - Reinhard Mey Konzert-Abend mit Klemens Kopka.


Ich bin aus jenem Holze


Text und Musik: Reinhard Mey


Ich bin aus jenem Holze


Text und Musik: Reinhard Mey


Ich bin

aus jenem Holze


Text und Musik:

Reinhard Mey

Ich bin aus jenem Holze ist ein ganz frühes und besinnliches Chanson von Reinhard Mey, das Klemens Kopka in seinem Reinhard Mey Konzert besingt. "Aus welchem Holz bin ich geschnitzt?" Gedanken darüber, wer und wie man ist und was noch werden kann.


Ich bin aus jenem Holze geschnitzt,

In das man ein Herz und zwei Namen ritzt,

Nicht nobel genug für Schachfiguren

Und viel zu knorrig für Kuckucksuhren,

Zu störrisch, als das man Holz auf mir hackt,

Gerade recht für ein Männchen, das Nüsse knackt.


Ich bin aus jenem Holze geschnitzt,

Aus dem man kaum Pfeile und kaum Bogen spitzt.

Ich habe mich nicht gekrümmt beizeiten,

Und wie sie mir alle prophezeiten,

Wurde bislang auch kein Haken aus mir,

Doch ein Galgen auch nicht - und das lobe ich mir.


Ich bin ais jenem Holze gebaut,

Aus dem man wohl keine Madonnen haut

Ich glaube, da taugt mein Stamm schon besser

Für Holzschuh´ und für bauchige Fässer

Und für die zwei Stühle nicht zuletzt,

Zwischen die man sich von Zeit zu Zeit setzt.


Ich bin aus jenem Holze gemacht,

Aus dem man so ziemlich alles macht:

Von Suppenlöffeln zu Tabakspfeifen,

Von Kuchenformen zu Kinderreifen,

Bis zu Körben, die man aus Spänen flicht:

Das alles, nur Kerkertüren nicht.


Ich bin aus jenem Holze geschnitzt,

In das man ein Herz und zwei Namen ritzt.

War´s gut oder nicht, das wird sich einst zeigen,

Und sollte mein Rauch nicht zum Himmel aufsteigen,

Dann diene den Vögeln mein trock´nes Geäst

- Und das sei mein Trost -

noch zum Bau für ein Nest.

 


Ich bin aus jenem Holze geschnitzt,

In das man ein Herz und zwei Namen ritzt,

Nicht nobel genug für Schachfiguren

Und viel zu knorrig für Kuckucksuhren,

Zu störrisch, als das man Holz auf mir hackt,

Gerade recht für ein Männchen, das Nüsse knackt.


Ich bin aus jenem Holze geschnitzt,

Aus dem man kaum Pfeile und kaum Bogen spitzt.

Ich habe mich nicht gekrümmt beizeiten,

Und wie sie mir alle prophezeiten,

Wurde bislang auch kein Haken aus mir,

Doch ein Galgen auch nicht - und das lobe ich mir.


Ich bin ais jenem Holze gebaut,

Aus dem man wohl keine Madonnen haut

Ich glaube, da taugt mein Stamm schon besser

Für Holzschuh´ und für bauchige Fässer

Und für die zwei Stühle nicht zuletzt,

Zwischen die man sich von Zeit zu Zeit setzt.


Ich bin aus jenem Holze gemacht,

Aus dem man so ziemlich alles macht:

Von Suppenlöffeln zu Tabakspfeifen,

Von Kuchenformen zu Kinderreifen,

Bis zu Körben, die man aus Spänen flicht:

Das alles, nur Kerkertüren nicht.


Ich bin aus jenem Holze geschnitzt,

In das man ein Herz und zwei Namen ritzt.

War´s gut oder nicht, das wird sich einst zeigen,

Und sollte mein Rauch nicht zum Himmel aufsteigen,

Dann diene den Vögeln mein trock´nes Geäst

- Und das sei mein Trost -

noch zum Bau für ein Nest.