Die heiße Schlacht am kalten Büffet Reinhard Mey Text Konzert
Die heiße Schlacht am kalten Büffet Reinhard Mey Text Konzert


Die heiße Schlacht am kalten Büfffet


Text und Musik: Reinhard Mey


Die heiße Schlacht


am kalten Büffet


Text und MusiK:

Reinhard Mey


Es ist angerichtet: Der Countdown läuft: Gleich beginnt die heiße Schlacht am kalten Büffet. Eine mehr als gelungene Persiflage auf ein kulinarisches Ereignis mit dramatischem Ausgang. Klemens Kopka singt und spielt bei seinem Reinhard Mey Konzert dieses Lied mit Begeisterung. 


Gemurmel dröhnt drohend wie Trommelklang,

Bald stürzt eine ganze Armee

Die Treppe hinauf und die Flure entlang,

Dort steht das kalte Büffet.

Zunächst regiert noch die Hinterlist,

Doch bald schon brutale Gewalt,

Da spießt man, was aufzuspießen ist,

Die Faust um die Gabel geballt.

Mit feurigem Blick und mit Schaum vor dem Mund

Kämpft jeder für sich allein,

Und schiebt sich in seinen gefräßigen Schlund,

Was immer hineinpasst, hinein.


Bei der heißen Schlacht am kalten Büffet,

Da zählt der Mann noch als Mann,

Und Auge um Auge, Aspik um Gelee,

Hier zeigt sich, wer kämpfen kann, hurra!


Da blitzen die Messer, da prallt das Geschirr

Mit elementarer Wucht

Auf Köpfe und Leiber, und aus dem Gewirr

Versucht ein Kellner die Flucht.

Ein paar Veteranen im Hintergrund

Tragen Narben auf Hand und Gesicht,

Quer über die Nase und rings um den Mund,

Wohin halt die Gabel sticht.

Ein tosendes Schmatzen erfüllet den Raum,

Das grunzt, das rülpst und das quiekt.

Fast hört man des Kellners Hilferuf kaum,

Der machtlos am Boden liegt.


Bei der heißen Schlacht am kalten Büffet,

Da zählt der Mann noch als Mann,

Und Auge um Auge, Aspik um Gelee,

Hier zeigt sich, wer kämpfen kann, hurra!


Da braust es noch einmal wie ein Orkan,

Ein Recke mit Übergewicht

Wirft sich auf's Büffet im Größenwahn,

Worauf es donnernd zerbricht.

Nur leises Verdauen dringt noch an das Ohr,

Das Schlachtfeld wird nach und nach still.

Unter Trümmern sieht angstvoll ein Kellner hervor,

Der längst nicht mehr fliehen will.

Eine Dame träumt lächelnd vom Heldentod,

Gebettet in Kaviar und Sekt,

Derweil sie, was übrigzubleiben droht,

Blitzschnell in die Handtasche steckt.


Das war die Schlacht am kalten Büffet,

Von fern tönt das Rückzugssignal,

Viel Feind', viel Ehr' und viel Frikassee,

Na denn: „Prost“ bis zum nächsten Mal – hurra!


Das war die Schlacht am kalten Büffet

Und von dem vereinnahmten Geld

Geh'n zehn Prozent, welch' noble Idee,

Als Spende an „Brot für die Welt“ – hurra!



Gemurmel dröhnt drohend wie Trommelklang,

Bald stürzt eine ganze Armee

Die Treppe hinauf und die Flure entlang,

Dort steht das kalte Büffet.

Zunächst regiert noch die Hinterlist,

Doch bald schon brutale Gewalt,

Da spießt man, was aufzuspießen ist,

Die Faust um die Gabel geballt.

Mit feurigem Blick und mit Schaum vor dem Mund

Kämpft jeder für sich allein,

Und schiebt sich in seinen gefräßigen Schlund,

Was immer hineinpasst, hinein.


Bei der heißen Schlacht am kalten Büffet,

Da zählt der Mann noch als Mann,

Und Auge um Auge, Aspik um Gelee,

Hier zeigt sich, wer kämpfen kann, hurra!


Da blitzen die Messer, da prallt das Geschirr

Mit elementarer Wucht

Auf Köpfe und Leiber, und aus dem Gewirr

Versucht ein Kellner die Flucht.

Ein paar Veteranen im Hintergrund

Tragen Narben auf Hand und Gesicht,

Quer über die Nase und rings um den Mund,

Wohin halt die Gabel sticht.

Ein tosendes Schmatzen erfüllet den Raum,

Das grunzt, das rülpst und das quiekt.

Fast hört man des Kellners Hilferuf kaum,

Der machtlos am Boden liegt.


Bei der heißen Schlacht am kalten Büffet,

Da zählt der Mann noch als Mann,

Und Auge um Auge, Aspik um Gelee,

Hier zeigt sich, wer kämpfen kann, hurra!


Da braust es noch einmal wie ein Orkan,

Ein Recke mit Übergewicht

Wirft sich auf's Büffet im Größenwahn,

Worauf es donnernd zerbricht.

Nur leises Verdauen dringt noch an das Ohr,

Das Schlachtfeld wird nach und nach still.

Unter Trümmern sieht angstvoll ein Kellner hervor,

Der längst nicht mehr fliehen will.

Eine Dame träumt lächelnd vom Heldentod,

Gebettet in Kaviar und Sekt,

Derweil sie, was übrigzubleiben droht,

Blitzschnell in die Handtasche steckt.


Das war die Schlacht am kalten Büffet,

Von fern tönt das Rückzugssignal,

Viel Feind', viel Ehr' und viel Frikassee,

Na denn: „Prost“ bis zum nächsten Mal – hurra!


Das war die Schlacht am kalten Büffet

Und von dem vereinnahmten Geld

Geh'n zehn Prozent, welch' noble Idee,

Als Spende an „Brot für die Welt“ – hurra!